Mit dem Kagu auf dem Slickrock Trail

Beschriebener Streckenabschnitt: Slickrock Trail/ Moab (USA 🇺🇸): 47 km;  2 Tage (02.10.2016 – 03.10.2016)

Am Sonntag nahmen wir es gemütlich mit aufstehen. Wir wollten mal einen Tag lang alles etwas ruhiger angehen um uns etwas von den Anstrengungen der letzten Tage zu erhohlen. Irgendwann nach Mittag machten wir uns dann endlich mal auf um einkaufen zu gehen. Wir fuhren bei strahlend blauem Himmel die paar Meter von unserem „zu Hause“ zum Supermarkt, erledigten unseren Großeinkauf für die nächsten Tage und staunten dann nicht schlecht als es wie aus Kübeln schüttete als wir rausgehen wollten. Daraufhin warteten wir 20 Minuten im Supermarkt bis der Regen vorbei war, denn wir hatten keine Lust klatsch naß zu werden. Zurück beim Zelt kochten wir uns leckere Angus Beef Steaks zusammen mit frischem Gemüse und Kartoffelpürree  wir hatten uns schon lange nicht mehr so etwas gutes gekocht (meist gab es der Einfachheit halber Pasta mit Sauce, was natürlich auch gut ist). 

Mit vollem Bauch legten wir uns dann kurz hin und beschlossen am Dienstag weiterzufahren. Dieser Entschluss weckte in mir aber doch noch dermaßen die Neugier den unter Mountainbikern weltbekannten Slickrock-Trail zu sehen. Also zog ich mich um und setzte mich kurzerhand auf mein Kagu um zum Trail raufzufahren, während Regula beim Zelt blieb und Bücher las. Beim Eingang angekommen war ich über das Gelände das ich rundherum sah sehr erstaunt. Im Prinzip besteht es nur aus millionen Jahren alten versteinerten Sanddünen die sich aneinanderreihten und zwischen, beziehungsweise über welche ein Pfad für Mountainbiker führte. Ich fuhr zuerst probeweise mal den Practiseloop und traute mich dann noch ein Stück weit die Hauptroute hinein, musste aber bald umkehren um nicht zu spät zurück zu kommen.

Am Abend aßen wir dann nichts mehr, da unsere Mägen noch mit dem Steak gefüllt waren. Wir entschieden uns aber morgen Montag noch nicht weiterzufahren, sondern nochmals einen Tag zu bleiben.

Am Montagmorgen kochten wir uns Fertigmischungspancakes bis uns schlechtbwurde und es gast Mittag war. Dann fuhren wir in die Sand Flats Recreation area, wo Regula etwas wandern wollte und ih als Herausforderung des Tages den Slickrock Trail mit dem Kagu (mein Reiserad) komplett abfahren wollte. Gesagt, getan. Regula lief zuerst den Practise Loop ab, wo sie ohne ihren Mann schnell die Orientierung verlor. Zum Glück hatte sie ja GPS dabei und wusste schnell wieder in welche Richtung sie den weißen Strichen, die den Pfad markierten, folgen musste. Nach dem Practise Loop lief sie meinem Pfad ein Stück entgegen und beobachtete die anderen Mountainbiker die sich über den Trail trauten.

Ich fuhr währenddessen den kompletten Slickrock-Trail ab und musste auf der (mit einem Abstecher zu einem Aussichtspunkt) 16.57km langen Strecke (für welche ich 2h 10min Fahrzeit brauchte) nur 20 mal absteigen, da entweder eine solche Steilstufe drin war das ich mir diese ohne Fully niemals zu fahren getraut hätte (3×), die Strecke über ein kurzes Stück unfahrbaren Sand führte  (5×), oder es so steil nach oben ging das ich es einfach nicht rauf geschafft habe (12×). Der Trail machte selbst auf meinem Kagu-Reiserad ohne Stoßdämpfer viel Spaß und natürlich hätte ich gerne mein Fully über den Trail gefahren, aber so war es mehr Herausforderung. Beim zurückfahren stieß ich dann auf Regula und wir machten noch ein paar Fotos vor es wieder hinunter nach Moab ging. Der Trail hat Spaß gemacht und ist aufgrund einiger sehr steiler Anstiege sowie sehr steiler Abfahrten durchaus anspruchsvoll, aber es ist einfach unglaublich wie viel Grip man mit den Reifen auf diesem Slickrock hat. 

Zu Hause, in den Alpen, sind viele Singletrails die wesentlich flachere Steigungen oder Abfahrten haben viel schwieriger, da man niemals so viel Grip auf unserem Fels, Waldboden oder Schotter hat.

Johannes

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